about

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„ICH MÖCHTE DIE FESTEN GRENZEN VERWISCHEN, DIE WIR MENSCHEN – SELBSTSICHER – UM ALLES UNS ERREICHBARE ZU ZIEHEN GENEIGT SIND.“

Hannah Höch

 

VITA

Deborah Schmidt ist 1983 in Berlin geboren. Sie lebt und arbeitet als Künstlerin* und Politologin* in Berlin.

Studium

2008 Magister in Grafik & Malerei und Politikwissenschaft, Phillips Universität Marburg
2014 1. Staatsexamen Kunst und Politikwissenschaft, Johann Wolfgang von Goethe – Universität
Frankfurt am Main, Malereiklasse: Prof. Michael Jäger und Prof. Klaus Lomnitzer
2017 2. Staatsexamen, Berlin

ABOUT

In der figürlichen Malerei von Deborah Schmidt steht der menschliche Körper im Vordergrund. Statt klassischen Portraits sind es situative Momentaufnahmen, in denen die Körper in Augenblicken alltäglicher oder außergewöhnlicher Aktivitäten festgehalten werden. Sie sind stets in Bewegung – in Interaktion mit sich selbst oder mit anderen. In dem Spannungsverhältnis von Ernsthaftigkeit und einem Hauch von Humor unterläuft die Künstlerin den Objektstatus  herkömmlicher Körperrepräsentationen. Die Körper sind selbstbestimmt handelnd und widersetzen sich heterosexueller und zweigeschlechtlicher Normen. In ihrer Malerei stellt sie widerständige Körper und queer-feministische Körperpolitiken auf ihre ganz eigene Art in den Mittelpunkt.

BEWEGUNG im BILD

In der Bewegung und bestimmten Haltungen finden sich Momente der Aneignung, Momente der Transformation, der Grenzüberschreitung – eine gewisse Haltung wird eingenommen. Sprechakte finden ihre Performativität und Ausdrucksweise.

QUEERFEMINISMUS und KÖRPERPOLITIK

Körper ist Produkt gesellschaftlicher Normen eingeschrieben in Macht- und Herrschaftsverhältnisse – ökonomische Verhältnisse – Körperpolitiken – Grundlage meiner Arbeit ist der Versuch Prozesse der Konstruktion von Geschlecht und Sexualität aufzudecken. Dabei soll die Ordnung der Zweigeschlechtlichkeit und der heteronormative Blick auf Körper in Frage gestellt und mit Geschlechterstereotypen gebrochen werden.

 


 

english version

 

„I want to blur fixed boundaries, which we tend to draw every day.“

Hannah Höch

 

ABOUT

Deborah Schmidt born 1983 in Berlin. She lives and works in Berlin.

In the figural paintings by Deborah Schmidt the human body is central. Other than conventional portraits, they are situational snapshots of bodies in ordinary or unusual moments. They are in constant movement – in interaction with themselves or with others.
In her works, the artist subverts the passive status of an object that is found in conventional representations of bodies. Here, the bodies act autonomously and defy heterosexual, gender dualistic norms. The painting brings queer feminist body politics and resistive bodies to the fore.

MOVEMENT IN VISION

Inherent in movements and certain postures is a moment of acquirement, transformation, border crossing,
poetry – a certain attitude is taken. Speech acts form their performativity and expression.

QUEER-FEMINISM AND BODY POLITICS

Bodies are products of social norms, inherent in power and hierarchies, economic relations,
body politics – basic to my work is the attempt to uncover processes of constructing gender and sexuality. In doing so I
question the order of binary gender constructions and the heteronormative focus on body and try to break with gender stereotypes.